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Kündigungsanfechtung, Sozialplan, Betriebsvereinbarung: In der Pfarrhofgasse im dritten Wiener Gemeindebezirk dreht sich fast jeder Arbeitstag um die Frage, was zwischen Unternehmen und Belegschaft rechtlich gilt. GERLACH Rechtsanwälte macht Arbeitsrecht, und zwar ausschließlich. Roland Gerlach hat sich 1993 auf dieses Fach festgelegt, die Kanzlei ist bis heute dabei geblieben.
Beraten wird auf beiden Seiten des Verhandlungstisches. Multinationale Konzerne und ihre Geschäftsführungen holen sich hier Rat, wenn eine Restrukturierung ansteht. Betriebsräte lassen sich von derselben Kanzlei schulen, bevor sie in Verhandlungen gehen, teils im Haus, teils online. Dazu kommen Verfahren vor den Arbeits- und Sozialgerichten, Fragen zu Gleichbehandlung und Diskriminierung im Betrieb, Datenschutz im Arbeitsverhältnis und Aufenthaltstitel für Fachkräfte aus dem Ausland. Wer hier einsteigt, lernt das Fach aus mehreren Blickwinkeln kennen statt immer nur aus einem.
Geführt wird die Kanzlei von den Partnern Dr. Roland Gerlach und Mag. Michaela M. Gerlach. Roland Gerlach hat einen LL.M. der London School of Economics, vertritt Österreich im Vorstand der European Employment Lawyers Association und wurde mit 1. Jänner 2025 zum Anwaltsrichter am Obersten Gerichtshof bestellt. Chambers Europe führt die Kanzlei in der Ausgabe 2026 im österreichischen Arbeitsrecht-Ranking und beschreibt sie als hochspezialisierte Boutique; im Legal 500 steht sie in Tier 2 für Employment Austria. Nach eigenen Angaben hat Gerlach über die Jahre eine Reihe von Anwältinnen und Anwälten ausgebildet, die heute selbst im Arbeitsrecht arbeiten. Für Rechtsanwaltsanwärterinnen und Konzipienten bedeutet ein Haus dieser Größe vor allem kurze Wege. Man sitzt nicht drei Ebenen unter dem Partner.
Ein gutes Dutzend Menschen arbeitet in der Pfarrhofgasse, die Mehrheit davon Juristinnen und Juristen, dazu ein fünfköpfiges Backoffice, das Fristen, Akten und Mandantenkontakt zusammenhält. Eine offizielle Mitarbeiterzahl veröffentlicht die Kanzlei nicht, die Teamseite nennt die Namen; auf LinkedIn ist die Größenklasse 11 bis 50 Beschäftigte hinterlegt. Gearbeitet wird auf Deutsch und Englisch, und grenzüberschreitende Mandate laufen über Innangard, eine internationale Allianz spezialisierter Arbeitsrechtskanzleien. Auf deren Netzwerkseite stehen derzeit 26 Mitgliedskanzleien in 25 Ländern. Für Österreich sitzt GERLACH in dieser Runde.
Was in der Kanzlei gedacht wird, geht regelmäßig nach außen. Unter dem Titel „Apropos: Arbeitsrecht“ schreiben die Anwältinnen und Anwälte selbst einen Newsletter, der seit 2023 erscheint und zwei Themen in rund drei Minuten abhandelt. Die jüngste Ausgabe im Archiv stammt aus Mai 2026.
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