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Berufsfeld im Überblick

Streit vermeiden, statt ihn vor Gericht auszutragen. Darum geht es, im Kern. Wer in der Streitschlichtung arbeitet, sitzt zwischen zwei Parteien, die sich ineinander verhakt haben, und sucht mit ihnen zusammen einen Weg, der ohne Urteil auskommt. Familienrecht, Mediation. Ein Schlichtungsversuch zwischen Mieter und Vermieterin. Ein Konflikt in einem Unternehmen, der sich festgefahren hat. Klingt weich, diese Aufgabe, ist es aber selten. Sie moderieren, Sie hören zu, Sie strukturieren, und am Ende formulieren Sie mit den Beteiligten eine Vereinbarung, die trägt.

Der juristische Unterbau bleibt wichtig. Kennen Sie die Rechtslage nicht, stellen Sie eine Einigung schwer auf tragfähigen Boden, und genau hier trennt sich saubere Schlichtung vom reinen Gutzureden. Trotzdem: Der Job ist nicht das Rechthaben. Er ist das Vermitteln.

Wie steigen Sie ein?

Meist über ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften und eine Zusatzausbildung in Mediation, die in Österreich klar geregelt ist. Es gibt aber auch Wege über Psychologie, Sozialarbeit oder Wirtschaft, mit der passenden Weiterbildung. Manche kommen aus der Anwaltschaft und satteln um, weil sie das ewige Gegeneinander irgendwann leid waren. Andere spezialisieren sich früh.

Gefragt sind Menschen, die Spannung aushalten, ohne selbst nervös zu werden. Zuhören, das wirklich eines ist. Fragen stellen, die weiterbringen. Ein Gespür dafür, wann Sie schweigen und wann Sie eingreifen. Formulierungsstärke, weil eine schlecht gefasste Vereinbarung schon den nächsten Streit vorbereitet. Und Nervenstärke, ehrlich gesagt. Halten Sie es aus, wenn im Raum zwei Menschen sitzen, die einander am liebsten anschreien würden, und niemand sonst den Ton vorgibt?

Arbeitgeber und Auftraggeber sind breiter gestreut, als viele vermuten. Schlichtungsstellen von Kammern, Wohnrechtliche Schlichtungsstellen der Gemeinden, Ombudsstellen, Verbraucherschlichtung, dazu Kanzleien mit Mediationsschwerpunkt. Größere Betriebe holen sich Konfliktmanagement ins Haus, im Personalbereich oder in eigenen Stabsstellen. Vieles läuft freiberuflich, mit Mandaten aus mehreren Quellen parallel. Und die öffentliche Hand vergibt regelmäßig Schlichtungsaufgaben, bei denen juristische Genauigkeit und Verhandlungsgeschick zusammenkommen müssen.

Berufsfeld im Überblick

Streit vermeiden, statt ihn vor Gericht auszutragen. Darum geht es, im Kern. Wer in der Streitschlichtung arbeitet, sitzt zwischen zwei Parteien, die sich ineinander verhakt haben, und sucht mit ihnen zusammen einen Weg, der ohne Urteil auskommt. Familienrecht, Mediation. Ein Schlichtungsversuch zwischen Mieter und Vermieterin. Ein Konflikt in einem Unternehmen, der sich festgefahren hat. Klingt weich, diese Aufgabe, ist es aber selten. Sie moderieren, Sie hören zu, Sie strukturieren, und am Ende formulieren Sie mit den Beteiligten eine Vereinbarung, die trägt.

Der juristische Unterbau bleibt wichtig. Kennen Sie die Rechtslage nicht, stellen Sie eine Einigung schwer auf tragfähigen Boden, und genau hier trennt sich saubere Schlichtung vom reinen Gutzureden. Trotzdem: Der Job ist nicht das Rechthaben. Er ist das Vermitteln.

Wie steigen Sie ein?

Meist über ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften und eine Zusatzausbildung in Mediation, die in Österreich klar geregelt ist. Es gibt aber auch Wege über Psychologie, Sozialarbeit oder Wirtschaft, mit der passenden Weiterbildung. Manche kommen aus der Anwaltschaft und satteln um, weil sie das ewige Gegeneinander irgendwann leid waren. Andere spezialisieren sich früh.

Gefragt sind Menschen, die Spannung aushalten, ohne selbst nervös zu werden. Zuhören, das wirklich eines ist. Fragen stellen, die weiterbringen. Ein Gespür dafür, wann Sie schweigen und wann Sie eingreifen. Formulierungsstärke, weil eine schlecht gefasste Vereinbarung schon den nächsten Streit vorbereitet. Und Nervenstärke, ehrlich gesagt. Halten Sie es aus, wenn im Raum zwei Menschen sitzen, die einander am liebsten anschreien würden, und niemand sonst den Ton vorgibt?

Arbeitgeber und Auftraggeber sind breiter gestreut, als viele vermuten. Schlichtungsstellen von Kammern, Wohnrechtliche Schlichtungsstellen der Gemeinden, Ombudsstellen, Verbraucherschlichtung, dazu Kanzleien mit Mediationsschwerpunkt. Größere Betriebe holen sich Konfliktmanagement ins Haus, im Personalbereich oder in eigenen Stabsstellen. Vieles läuft freiberuflich, mit Mandaten aus mehreren Quellen parallel. Und die öffentliche Hand vergibt regelmäßig Schlichtungsaufgaben, bei denen juristische Genauigkeit und Verhandlungsgeschick zusammenkommen müssen.