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Berufsfeld im Überblick

Zwischen Prüfungshandlung und Berufsrecht

Auditor – das klingt nach Zahlenkolonnen, ist aber in Österreich zu großen Teilen Rechtsanwendung. Wer Jahresabschlüsse prüft, arbeitet täglich mit dem UGB, mit Bilanzierungsvorschriften, mit den Ausschluss- und Befangenheitsregeln des Wirtschaftstreuhandberufsgesetzes. Dazu kommen Sonderprüfungen, Compliance-Audits, interne Revision. Und immer öfter: Nachhaltigkeitsberichterstattung, die aus einer Berichtspflicht heraus eigene Prüfungsstandards entwickelt hat.

Der typische Arbeitstag zerfällt in Phasen. In der Busy Season zwischen Jänner und April läuft die Feldarbeit beim Mandanten, Belege werden gezogen, Stichproben gerechnet, Auskünfte eingeholt und protokolliert. Danach wird es ruhiger, und es bleibt Zeit für Fachliteratur, Prüfungsplanung, Weiterbildung. Ein Rhythmus, an den man sich gewöhnt.

Der Einstieg erfolgt fast immer als Prüfungsassistent:in. Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium – Wirtschaftsrecht, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Steuerrecht, gelegentlich auch klassisches Jus mit entsprechender Vertiefung. Von dort führt der Weg über mehrere Jahre Praxiszeit zur Steuerberaterprüfung oder direkt zum Wirtschaftsprüfer. Beides verlangt Ausdauer, weil Prüfungsvorbereitung und Mandatsarbeit parallel laufen.

Und die Qualifikationen jenseits der Formalien? Genauigkeit, klar. Vor allem aber die Fähigkeit, unangenehme Fragen freundlich zu stellen. Sie sitzen in Besprechungen mit Geschäftsführungen, die Ihre Rückfragen nicht immer begrüßen, und müssen trotzdem belastbare Antworten bekommen. Englisch ist bei international tätigen Mandanten Arbeitssprache, IFRS-Kenntnisse werden je nach Konzernstruktur erwartet, und der Umgang mit Prüfsoftware sowie Datenanalysetools gehört mittlerweile zur Grundausstattung.

Arbeitgeber sind die großen internationalen Prüfungsgesellschaften mit Standorten in Wien, Linz, Graz und Salzburg, daneben mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien, die oft breitere Aufgabenzuschnitte bieten. Auch Banken, Versicherungen und größere Industrieunternehmen beschäftigen eigene interne Revisor:innen. Der öffentliche Sektor – Rechnungshof, Landesrechnungshöfe, Prüfstellen von Gebietskörperschaften – sucht ebenfalls regelmäßig Fachleute mit Prüfungserfahrung und juristischem Hintergrund.

Berufsfeld im Überblick

Zwischen Prüfungshandlung und Berufsrecht

Auditor – das klingt nach Zahlenkolonnen, ist aber in Österreich zu großen Teilen Rechtsanwendung. Wer Jahresabschlüsse prüft, arbeitet täglich mit dem UGB, mit Bilanzierungsvorschriften, mit den Ausschluss- und Befangenheitsregeln des Wirtschaftstreuhandberufsgesetzes. Dazu kommen Sonderprüfungen, Compliance-Audits, interne Revision. Und immer öfter: Nachhaltigkeitsberichterstattung, die aus einer Berichtspflicht heraus eigene Prüfungsstandards entwickelt hat.

Der typische Arbeitstag zerfällt in Phasen. In der Busy Season zwischen Jänner und April läuft die Feldarbeit beim Mandanten, Belege werden gezogen, Stichproben gerechnet, Auskünfte eingeholt und protokolliert. Danach wird es ruhiger, und es bleibt Zeit für Fachliteratur, Prüfungsplanung, Weiterbildung. Ein Rhythmus, an den man sich gewöhnt.

Der Einstieg erfolgt fast immer als Prüfungsassistent:in. Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium – Wirtschaftsrecht, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Rechnungswesen oder Steuerrecht, gelegentlich auch klassisches Jus mit entsprechender Vertiefung. Von dort führt der Weg über mehrere Jahre Praxiszeit zur Steuerberaterprüfung oder direkt zum Wirtschaftsprüfer. Beides verlangt Ausdauer, weil Prüfungsvorbereitung und Mandatsarbeit parallel laufen.

Und die Qualifikationen jenseits der Formalien? Genauigkeit, klar. Vor allem aber die Fähigkeit, unangenehme Fragen freundlich zu stellen. Sie sitzen in Besprechungen mit Geschäftsführungen, die Ihre Rückfragen nicht immer begrüßen, und müssen trotzdem belastbare Antworten bekommen. Englisch ist bei international tätigen Mandanten Arbeitssprache, IFRS-Kenntnisse werden je nach Konzernstruktur erwartet, und der Umgang mit Prüfsoftware sowie Datenanalysetools gehört mittlerweile zur Grundausstattung.

Arbeitgeber sind die großen internationalen Prüfungsgesellschaften mit Standorten in Wien, Linz, Graz und Salzburg, daneben mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien, die oft breitere Aufgabenzuschnitte bieten. Auch Banken, Versicherungen und größere Industrieunternehmen beschäftigen eigene interne Revisor:innen. Der öffentliche Sektor – Rechnungshof, Landesrechnungshöfe, Prüfstellen von Gebietskörperschaften – sucht ebenfalls regelmäßig Fachleute mit Prüfungserfahrung und juristischem Hintergrund.