Schmiedlstraße 1
8042 Graz
Österreich

Neuroth zählt zu den größten Hörakustik-Unternehmen Europas. Rund 1.550 Menschen arbeiten für die Gruppe, an über 300 Standorten in acht Ländern. Das Stammhaus steht in Graz. Geführt wird das Unternehmen bis heute von der Gründerfamilie, inzwischen in der vierten Generation.
Im Kern geht es um ein Alltagsproblem. Das Hören lässt nach, Gespräche werden anstrengend, und irgendwann fehlt die Hälfte. In den mehr als 300 Fachinstituten und Hörcentern testen die Mitarbeitenden das Gehör, beraten und passen Hörgeräte individuell an. Manche kümmern sich um Gehörschutz für Menschen, die in lauten Berufen arbeiten. Andere haben sich auf Kinder spezialisiert, die sogenannte Pädakustik.
Geleitet wird das Unternehmen von Lukas Schinko, der seit 2011 an der Spitze steht. Aus Graz steuern er und die zentralen Abteilungen die ganze Gruppe. Produktion, Labor und Logistik laufen ein Stück südlich davon zusammen, im steirischen Lebring. Von Österreich aus ist Neuroth über die Jahre nach Deutschland, in die Schweiz und bis nach Südosteuropa gewachsen. Dass das Geschäft trägt, zeigen die Zahlen: Im Wirtschaftsjahr 2024/25 erreichte der Gruppenumsatz 212 Millionen Euro, ein Plus von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der zentrale Beruf im Haus ist einer, den viele gar nicht kennen. Hörakustiker*in. Die Ausbildung läuft dual ab und steht auch Menschen offen, die über den zweiten Bildungsweg einsteigen. Wer fertig ist, bleibt selten stehen. Aus der Beratung kann die Leitung eines Fachinstituts werden, eine Spezialisierung auf Kinder oder eine Rolle als Trainer*in. Die Weiterbildung organisiert die hauseigene Neuroth Akademie, in der Mitarbeitende regelmäßig Produkt- und Verkaufsschulungen besuchen.
Angefangen hat alles 1907 in Wien. Paula Neuroth, von Geburt an gehörlos, eröffnete dort das erste Spezialgeschäft für Hörhilfen. Aus diesem einen Laden sind weit über hundert Jahre geworden und mehr als 300 Standorte.
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