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Die Sitzungen des Ministerrats plant und bereitet das Staatsministerium Baden-Württemberg vor, es hält den Kontakt zum Landtag und stellt die Arbeit der Landesregierung nach außen dar. Amtssitz ist die Villa Reitzenstein auf der Stuttgarter Gänsheide, wo auch der Ministerpräsident arbeitet. Rund 380 Stellen umfasst der Geschäftsbereich, verteilt auf Stuttgart, Berlin und Brüssel. Nah am tagesaktuellen politischen Geschehen ist man an jedem dieser drei Orte.
Als oberste Landesbehörde koordiniert das Haus die Arbeit der Fachministerien und arbeitet dem Ministerpräsidenten bei den Richtlinien der Politik zu. Geleitet wird es vom Staatsminister und Chef der Staatskanzlei, Jörg Krauss, der seit Februar 2025 im Amt ist. Dazu kommen Aufgaben, die man in einer Staatskanzlei nicht unbedingt vermutet. Das Protokoll empfängt ausländische Staatsgäste und betreut das Konsularwesen. Ein eigener Bereich verantwortet Medien- und Rundfunkpolitik, ein anderer die Erinnerungskultur und die Gedenkstätten des Landes. Auch der Verfassungsgerichtshof gehört zum Geschäftsbereich.
Für seine Reichweite ist das Haus klein. Der Staatshaushaltsplan 2025/2026 weist für das Jahr 2026 insgesamt 380,5 Stellen aus, 234,5 davon für Beamtinnen und Beamte und 146 für Tarifbeschäftigte; wie viele Köpfe das genau sind, veröffentlicht das Ministerium nicht. Juristinnen und Juristen sitzen hier neben Verwaltungsfachleuten. Referat 21 macht Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Referat 23 kümmert sich um Landesmarketing und Veranstaltungen, in Abteilung V geht es um Internationales, Bundesangelegenheiten und Protokoll.
Zwei Standorte liegen außerhalb des Landes. Die Vertretung Baden-Württembergs beim Bund in Berlin richtete 2023 rund 570 Veranstaltungen mit gut 33.500 Besucherinnen und Besuchern aus, die Vertretung bei der Europäischen Union in Brüssel kam im selben Jahr auf 542 Veranstaltungen. Wer dorthin geht, verfolgt europäische Gesetzgebung aus nächster Nähe und arbeitet daran mit, wie sich das Land in Brüssel positioniert.
Der Weg hinein führt oft über ein Praktikum. In Stuttgart werden ganzjährig Plätze vergeben, in Brüssel dauern Praktika zwei bis sechs Monate, und die Bewerbung sollte dort ein halbes Jahr vor dem Wunschtermin vorliegen. Rechtsreferendarinnen und -referendare können eine Station im Ministerium oder in der Landesvertretung absolvieren, daneben gibt es duale Studienplätze und immer wieder befristete Stellen für neue politische Schwerpunkte, auch über Abordnungen aus anderen Behörden. Neun Ausbildungsstellen und 31 Praktikantenplätze stehen für 2026 im Haushalt.
Weiterbilden kann man sich im eigenen Geschäftsbereich: Die Führungsakademie Baden-Württemberg qualifiziert den öffentlichen Dienst des Landes und gehört zum Staatsministerium. Neu hinzugekommen ist die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung, die Behörden und öffentlich-rechtliche Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg bei Beteiligungsverfahren unterstützt.
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