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Rund 7,6 Millionen Menschen in Österreich sind bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) versichert, gut vier von fünf. Wer hier arbeitet, hält diese Versorgung am Laufen: den Arzttermin, das Rezept, das Krankengeld nach einem langen Ausfall. Die ÖGK ist die größte soziale Krankenversicherung des Landes. Trotzdem ist sie noch keine zehn Jahre alt.
Gegründet wurde die ÖGK erst am 1. Jänner 2020, durch die Fusion von neun Gebietskrankenkassen zu einer einzigen Kasse. Ihre Aufgabe klingt nüchtern: Sie zieht Beiträge ein und bezahlt dafür die Gesundheitsversorgung ihrer Mitglieder. Gemeint ist damit fast alles rund um die Gesundheit, vom Zahnersatz über die Physiotherapie bis zum Mutterschutz. An 150 Standorten ist die Kasse im ganzen Land präsent. In den Kundenservicestellen klären Beraterinnen Fragen zur e-card oder zur Rückerstattung. In den eigenen Gesundheitszentren und Zahnambulatorien behandeln Ärztinnen und Ärzte selbst. Und in Wien führt die ÖGK mit dem Hanusch-Krankenhaus ein komplettes Spital.
Rund 13.000 Menschen arbeiten hier, in sehr verschiedenen Berufen. Am Schalter sitzen Kundenbetreuerinnen. Dahinter prüfen Sachbearbeiter die Anträge, halten IT-Fachleute die Systeme für Millionen Abrechnungen am Laufen und verhandeln Juristinnen die Verträge mit Ärzten und Apotheken. In den Ambulatorien und im Krankenhaus arbeiten Pflegekräfte, Therapeuten und Medizinerinnen. Auch Lehrlinge bildet die Kasse selbst aus.
Bei der Bezahlung geht die ÖGK einen offenen Weg, wie man es von einer öffentlichen Einrichtung erwarten darf. All-in-Verträge gibt es nicht. Die Einstufung folgt der Vorerfahrung, alle zwei Jahre steigt das Gehalt fix, und Frauen und Männer bekommen für dieselbe Arbeit dasselbe. Wer sich weiterbilden will, kann das intern, extern oder am gemeinsamen Bildungscampus der österreichischen Sozialversicherung tun.
Rechtlich ist die Kasse eine Körperschaft öffentlichen Rechts nach dem ASVG, geführt in Selbstverwaltung durch einen Verwaltungsrat. Die genaue Beschäftigtenzahl schwankt je nach Stichtag; die ÖGK selbst nennt rund 13.000. Die Zentrale steht in Wien an der Wienerbergstraße, der Rest der Belegschaft verteilt sich auf die Standorte im ganzen Land.
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