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Am Fleischmarkt in der Wiener Innenstadt, erster Stock, sitzt das österreichische Team von Michael Page. Seine Arbeit beginnt meist mit zwei Gesprächen: eines mit einem Unternehmen, das eine Position seit Monaten nicht besetzt bekommt, eines mit jemandem, der über einen Wechsel nachdenkt. Als Personaldienstleisterin ist die Gesellschaft in Österreich seit Februar 2008 tätig. Dahinter steht die britische PageGroup, die Michael Page und Bill McGregor 1976 in London gegründet haben.
Vermittelt werden Fach- und Führungskräfte, dauerhaft oder auf Zeit. Eine Bilanzbuchhalterin für einen Industriebetrieb, ein IT-Projektleiter für eine Bank, gelegentlich auch ein Interim-Manager, der einige Monate lang eine Lücke in der Geschäftsführung schließt. Dazu kommt die Direktsuche für Geschäftsführungspositionen. Größere Kunden lagern ganze Einstellungsprozesse an das Unternehmen aus.
Die Beraterinnen und Berater arbeiten dabei nicht als Generalisten. Jede und jeder betreut ein Fachgebiet und kennt dessen Markt genau: Wer im Team Finance & Accounting sitzt, weiß, welche Wiener Unternehmen gerade Controller suchen und was sie zahlen. Im Bereich Engineering & Manufacturing geht es stattdessen um Produktionsleiter und Qualitätsingenieurinnen. Dreizehn solcher Disziplinen deckt das Wiener Büro ab, darunter auch Informationstechnologie und Human Resources. Für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger heißt das: Man lernt eine Branche von innen kennen, weil man jeden Tag mit ihren Leuten spricht.
Das Kerngeschäft der Beratung verbindet Vertrieb und Recruiting in einer Rolle. Kundenbeziehungen aufbauen, Kandidatennetzwerke pflegen, Gespräche führen und Entscheidungen begleiten. Wer bei Michael Page selbst einsteigen möchte, findet dafür auf der Website einen eigenen Karrierebereich; daneben gibt es die üblichen Funktionen, die ein Büro trägt, von der Administration bis zum Marketing.
Die Zugehörigkeit zur PageGroup ist für den Arbeitsalltag spürbar. Die Gruppe war zum Jahresende 2025 mit rund 6.820 Mitarbeitenden weltweit tätig und ist nach eigenen Angaben an 123 Standorten in 34 Ländern vertreten. Sie ist an der Londoner Börse notiert und legt ihre Zahlen halbjährlich offen. Wer international arbeiten oder später in ein anderes Land wechseln will, hat innerhalb dieser Struktur eine realistische Perspektive.
Wie viele Menschen in Wien arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Bekannt ist, dass es sich um den einzigen österreichischen Standort handelt: Von der Inneren Stadt aus wird der gesamte Markt betreut.
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