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Die neue Donaubrücke in Linz bringt 8.430 Tonnen auf die Waage. Zwei ihrer Großbauteile, je rund 2.800 Tonnen schwer und über 100 Meter lang, hat MCE gefertigt, vormontiert und im Februar 2021 an Ort und Stelle eingeschwommen. Brücken dieser Größenordnung sind eines von zwei Standbeinen des Linzer Unternehmens, das andere sind Stahlbauanlagen für die Luftfahrt- und Automobilindustrie. Seit 2016 gehört MCE zur oberösterreichischen HABAU GROUP.
Gegründet wurde MCE 1989 in Linz, damals als VOEST-ALPINE MCE. Heute arbeitet das Unternehmen an sechs Standorten in fünf Ländern. Neben der Zentrale am Franzosenhausweg in Linz bestehen Niederlassungen in Bremen, im Rhein-Main-Gebiet, bei Toulouse und bei Sevilla. Ein großer Teil der Fertigung läuft in den beiden Tochtergesellschaften MCE Slany in Tschechien und MCE Nyíregyháza in Ungarn, wo die komplexen Schweißkonstruktionen entstehen.
Das Spektrum ist breiter, als das Wort Stahlbau vermuten lässt. Für den Hamburger Hafen baute MCE die Rethe-Klappbrücke mit, die größte Klappbrücke Europas, ausgezeichnet mit dem Deutschen Brückenbaupreis. Im Geschäftsbereich Stahlbauanlagen beliefert MCE seit 2002 die Flugzeugindustrie mit Montagevorrichtungen und hat den aeroakustischen Windkanal im Forschungs- und Innovationszentrum von BMW in München errichtet.
Entsprechend unterschiedlich sind die Berufe. In Slaný stehen Schweißer, Schlosser und Qualitätsprüfer in der Halle, in Linz planen technische Projektleiter den Anlagenbau, dazu kommen Automatisierungstechniker, Mechatroniker und kaufmännische Rollen in Einkauf und Projektabwicklung. Wer hier einsteigt, arbeitet fast automatisch über Grenzen hinweg. Ein Bauteil wird in Ungarn gefertigt, in Österreich vormontiert und in Deutschland eingehoben.
Rückhalt kommt von der HABAU GROUP, zu der MCE seit 2016 gehört. Der 1913 gegründete Baukonzern beschäftigt nach eigenen Angaben rund 7.000 Menschen in 19 Ländern und erwirtschaftet rund 2,02 Milliarden Euro Jahresleistung (habaugroup.com, abgerufen am 31.07.2026). MCE selbst stellt lebenslanges Lernen und Weiterbildung in den Vordergrund und beschreibt die Kultur der Gruppe mit flachen Hierarchien und Handschlagqualität. Eine eigene aktuelle Mitarbeiterzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Dass man in diesem Haus lange bleiben und weit kommen kann, zeigt die Geschäftsführung: Günther Dorrer, seit Juli 2022 technischer Geschäftsführer, ist 1997 bei MCE eingestiegen und leitete unter anderem das Projekt Rethebrücke.
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