

Oesterreichische Nationalbank
Über das Unternehmen
Über die Geldpolitik des gesamten Euroraums entscheidet der EZB-Rat in Frankfurt. Österreichs Stimme an diesem Tisch kommt von der Oesterreichischen Nationalbank, deren Gouverneur dort mit Sitz und Abstimmungsrecht vertreten ist. Gegründet wurde die Bank 1816, ihren Sitz hat sie am Otto-Wagner-Platz in Wien. Wer hier arbeitet, ist näher an den Entscheidungen über Geld und Finanzstabilität, als es von außen aussieht.
Die OeNB ist eine Aktiengesellschaft im Eigentum der Republik Österreich und fester Bestandteil des Eurosystems sowie des Europäischen Systems der Zentralbanken. Was das im Alltag bedeutet, ist greifbarer, als der Name vermuten lässt. In der Bankenaufsicht prüfen Analystinnen und Analysten, ob die heimischen Kreditinstitute stabil aufgestellt sind und sich an die Aufsichtsregeln halten. Im Treasury verwalten Fachleute die Euro- und Währungsreserven des Landes und helfen, geldpolitische Beschlüsse in die Praxis umzusetzen. Und im Zahlungsverkehr sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass Bargeld in hoher Qualität dorthin gelangt, wo es gebraucht wird, und dass Überweisungen verlässlich laufen.
Dazu kommen Ökonominnen, Statistiker und Forschende, die Konjunktur, Banken und Finanzmärkte beobachten und die Zahlen liefern, auf die sich Politik und Öffentlichkeit stützen. Mehr als tausend Menschen arbeiten für die OeNB. Der Großteil sitzt in Wien, ein weiterer Standort ist die OeNB West in Innsbruck. Hier arbeiten Juristinnen neben IT-Fachleuten, Volkswirten und Spezialistinnen für Sicherheit und Logistik.
Die Bank bildet aus und investiert in Weiterbildung. Als unabhängige Zentralbank ist sie auf Dauer angelegt, ihre Wurzeln reichen bis 1816 zurück. Über das Geldmuseum macht sie Finanzwissen für die Öffentlichkeit zugänglich, und über ihren Jubiläumsfonds vergibt sie seit Jahrzehnten Fördermittel an die wissenschaftliche Forschung in Österreich.
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