Datenschutzbeauftragte:r der Justiz / Oberstaatsanwältin:Oberstaatsanwalt

Bundesministerium für Justiz
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Datenschutzbeauftragte:r der Justiz / Oberstaatsanwältin:Oberstaatsanwalt

Bundesministerium für Justiz | Wien

Im Bundesministerium für Justiz wird gemäß § 177 Abs. 1 in Verbindung mit § 205 Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstgesetz die mit der Funktion der:des Datenschutzbeauftragten der Justiz verbundene Planstelle einer Oberstaatsanwältin bzw. eines Oberstaatsanwaltes ausgeschrieben.

Dienstort ist Wien. Die Vertragsart ist unbefristet, das Beschäftigungsausmaß beträgt Vollzeit. Referenzcode: BMJ-26-1388.

Aufgaben

  • Unterrichtung und Beratung des Bundesministeriums für Justiz sowie nachgeordneter Dienstbehörden und Dienststellen, insbesondere Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizanstalten, hinsichtlich datenschutzrechtlicher Pflichten nach DSGVO, DS-RL und Umsetzungsbestimmungen.
  • Überwachung der Einhaltung der DSGVO, DS-RL und anderer nationaler wie internationaler Datenschutzvorschriften sowie interner Datenschutzstrategien.
  • Beratung im Zusammenhang mit Datenschutz-Folgeabschätzungen und Überwachung ihrer Durchführung.
  • Zusammenarbeit mit der Datenschutzbehörde, Berichtserstattung an die höchste Managementebene und Anlaufstelle für die Datenschutzbehörde.
  • Beratung betroffener Personen zu Verarbeitung personenbezogener Daten und Wahrnehmung ihrer Rechte.
  • Vorprüfung von Anfragen und Anträgen betroffener Personen oder Dritter sowie Unterstützung der zuständigen Stellen.
  • Unterstützung bei der Koordinierung ressortweiter Datenschutzangelegenheiten sowie beim Aufbau von Vortrags- und Schulungsmaßnahmen.
  • Unterstützung beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung eines Wissensmanagementsystems im Bereich Datenschutz.
  • Kontinuierliche Betreuung des Funktionspostkastens.

Anforderungen

  • Ernennungserfordernisse gemäß §§ 174 und 205 RStDG.
  • Umfassende Kenntnisse des Verfassungs-, Verwaltungs-, Gerichtsorganisations- und Verfahrensrechts.
  • Besondere Kenntnisse der Ministerial-, Behörden- und Justizorganisation.
  • Umfassende Praxis und Erfahrung im Justizdienst.
  • Vertiefte Kenntnisse der Datenanwendungen im Justizbereich.
  • Ausgezeichnete Kenntnisse relevanter Rechtsgrundlagen sowie der Datenschutzpraxis.
  • Spezifische Vor- oder Judikaturerfahrungen im Datenschutzrecht.
  • Zertifizierung als Datenschutzbeauftragte:r oder Bereitschaft zur Absolvierung einer entsprechenden Ausbildung.
  • Ausgezeichnete didaktische Fähigkeiten für Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung im Datenschutzbereich.
  • Sicheres und bestimmtes Auftreten, Durchschlagskraft, Entscheidungsfreude, Organisationstalent, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit.
  • Sehr gute Fremdsprachkenntnisse in Englisch.
  • Erfahrungen aus qualifizierten Tätigkeiten oder Praktika von mindestens sechs Monaten außerhalb der Zentralstelle des Bundesministeriums für Justiz.

Gehalt und Bewerbung

Das Monatsentgelt beträgt 8.295,40 Euro brutto.

Ende der Bewerbungsfrist: 30.07.2026.

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Museumstraße 7
1070 Wien
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Bundesministerium für Justiz

Wien

Das Bundesministerium für Justiz sorgt dafür, dass der Rechtsstaat in Österreich im Alltag funktioniert. Von Wien aus steuert es die Gerichte, die Staatsanwaltschaften und den gesamten Strafvollzug. Über 7.000 Menschen arbeiten allein in den Justizbehörden der Länder. Damit gehört das Ressort zu den größten Arbeitgebern im öffentlichen Dienst.

Die Aufgaben sind so breit wie die Rechtsfragen, die das Leben mit sich bringt. Eine Richterin entscheidet über das Sorgerecht für ein Kind. Ein Staatsanwalt führt ein Ermittlungsverfahren. In den Grundbuch- und Firmenbuchabteilungen halten Rechtspflegerinnen den Rechtsverkehr in Gang, auf dem Wirtschaft und Eigentum aufbauen. Die Zentralstelle in Wien koordiniert diese Arbeit und bereitet die Gesetze vor.

Die Zahlen geben eine Vorstellung von der Dimension. In den Gerichten und Staatsanwaltschaften der Länder sind rund 7.174 Personen tätig, darunter etwa 1.735 Richterinnen und Richter sowie rund 462 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (Stand 1. Jänner 2026). Der Strafvollzug ist ein eigener großer Bereich. Zu ihm gehören 29 Justizanstalten samt Außenstellen, betreut von knapp 3.900 Bediensteten, viele davon bei der Justizwache. Für 2025 stand dem Ressort ein Budget von rund 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Was den Arbeitgeber ausmacht, zeigt sich an den Berufswegen. Wer Richterin oder Staatsanwalt werden will, durchläuft nach dem Jusstudium eine mehrjährige Ausbildung als Richteramtsanwärterin oder Richteramtsanwärter; rund 246 von ihnen lernen derzeit. Die Justizwache bildet ihren Nachwuchs an einer eigenen Strafvollzugsakademie aus. Daneben braucht die Justiz Rechtspflegerinnen, Kanzlei- und Verwaltungskräfte sowie IT- und Fachleute. Die Anstellungen liegen im öffentlichen Dienst. Das heißt geregelte Laufbahnen, planbare Bedingungen und häufig eine langfristige Beschäftigung.

Geleitet wird das Haus von Bundesministerin Anna Sporrer, die das Amt im März 2025 übernommen hat. Sie war davor jahrelang Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichtshofs. Eine einzige Gesamtzahl über alle Bereiche hinweg veröffentlicht das Ressort nicht; die genannten Werte stammen aus dem amtlichen Personalstand der Justiz. Der Sitz der Zentralstelle ist Wien.

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