

NÖ Landesverein für Erwachsenenschutz – Erwachsenenvertretung, Bewohnervertretung
Über das Unternehmen
Rund 2.200 Menschen in Niederösterreich werden vom NÖ Landesverein für Erwachsenenschutz vertreten. Es sind Erwachsene, die ihre rechtlichen oder finanziellen Angelegenheiten vorübergehend oder dauerhaft nicht allein regeln können. 150 angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich darum, dazu rund 220 ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter. Der Grundsatz dahinter ist einfach: so viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Unterstützung wie notwendig.
Die Arbeit ruht auf zwei Säulen. In der Erwachsenenvertretung übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die rechtliche Vertretung von Personen, die etwa nach einem Unfall, einer Demenzerkrankung oder einer psychischen Beeinträchtigung Unterstützung brauchen. Sie erstellen sogenannte Clearing-Berichte für die Gerichte, klären ab, welche Form der Vertretung überhaupt nötig ist, und registrieren Vorsorgevollmachten. Die zweite Säule ist die Bewohnervertretung. Hier geht es um die persönliche Freiheit von Menschen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Wird jemand etwa durch ein Bettgitter oder ein Medikament in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, prüfen die Vertreterinnen und Vertreter, ob das zulässig ist, und können die Maßnahme bei Gericht überprüfen lassen. Über 450 Einrichtungen werden auf diese Weise betreut. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen ist das kostenlos.
Rechtlich stützt sich der Verein auf das Erwachsenenschutzrecht und das Heimaufenthaltsgesetz, finanziert wird er großteils vom Bundesministerium für Justiz, das ihn auch als anerkannten Erwachsenenschutzverein führt. Gegründet wurde er 1984 und ist damit seit mehr als 40 Jahren in Niederösterreich tätig. Die Geschäftsführung liegt bei Mag. Delia Jagersberger, der Sitz ist in St. Pölten. Sechs Geschäftsstellen verteilen die Arbeit über das Bundesland, von St. Pölten über Mödling bis hinauf nach Zwettl.
Wer hier arbeitet, hat selten zwei gleiche Tage. Eine Erwachsenenvertreterin betreut ihre Klientinnen und Klienten persönlich, verhandelt mit Behörden, Banken und Ärzten und sitzt zugleich an juristischen Fragen. Daneben gibt es Aufgaben im Office-Management und in der Verwaltung an den Standorten. Die Tätigkeit verbindet rechtliches und soziales Arbeiten und steht damit Menschen aus der Sozialarbeit ebenso offen wie Juristinnen oder Quereinsteigern mit Interesse am Erwachsenenschutz. Auch Zivildiener finden an den Standorten Platz. Der gesellschaftliche Nutzen ist unmittelbar spürbar: Menschen, die sich selbst kaum wehren können, bekommen eine Stimme.
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Hauptstandort
NÖ Landesverein für Erwachsenenschutz – Erwachsenenvertretung, Bewohnervertretung
Bräuhausgasse 5
3100 St. Pölten
Österreich